Brief von Pfarrer Marcus Vogler zur Neuordnung des Pastoralverbundes


Pastoralverbund St. Bonifatius, Amöneburg
Moderator Pfarrer Marcus Vogler
Am Johannes 1
35287 Amöneburg
Tel.: 06422/2103
Fax: 06422/938194
eMail: amoeneburg@pv.bistum-fulda.de
Homepage: http://www.pastoralverbund-amoeneburg.de




Amöneburg, im Oktober 2014



Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg,


als Moderator des Pastoralverbundes möchte ich Sie mit diesem Schreiben über die pastorale Neuordnung unseres Pastoralverbundes St. Bonifatius, Amöneburg informieren. Wie Sie wissen gehören zu unserem Pastoralverbund 13 Kirchengemeinden, die sich zurzeit in 8 Pfarreien aufgliedern (Amöneburg, Rüdigheim, Mardorf, Roßdorf, Erfurtshausen, Kirchhain, Stausebach, Himmelsberg, Anzefahr und Sindersfeld, Bauerbach, Ginseldorf und Schröck). Mit dem Weggang  von Pfarrer Günther Wondrak (Mardorf, Roßdorf und Erfurtshausen) nach Eichenzell, wo er zukünftig als mitarbeitender Priester eingesetzt ist, hat sich unser Pastoralverbund nicht nur personell, sondern auch strukturell verändert: Die 13 Kirchengemeinden teilen sich ab dem 01.09.2014 in drei Seelsorgeeinheiten wie folgt auf:


Amöneburg
Amöneburg
Rüdigheim
Mardorf
Roßdorf
Erfurtshausen


Pfarrer Vogler
Pater Lucjan
Hozer, OFM


Kirchhain

Kirchhain
Stausebach
Himmelsberg
Anzefahr
Sindersfeld


Pater Jozue Wojciak, OFM
Pater Erhard Olwert, OFM


Bauerbach

Bauerbach
Ginseldorf
Schröck


Pfarrer Schött


Amöneburg Kirchhain Bauerbach
Diakon Wilfried Jockel,
Diakon Gerhard Jungmann,
Diakon Dr. Paul Lang,
Gemeindereferentin Frau Andrea Thomanek,
Frau Julia Hackmann, pastorale Mitarbeiterin im Bereich Kinder und Jugend.


Die Leiter der 3 Seelsorgeeinheiten sind die 3 Pfarrer aus dem Pastoralverbund: Pfarrer Vogler (Seelsorgeeinheit Amöneburg), Pater Jozua Wojcjak OFM (Seelsorgeeinheit Kirchhain) und Pfarrer
Schött (Seelsorgeeinheit Bauerbach). Als mitarbeitende Priester sind Pater Lucjan Hozer OFM  (Seelsorgeeinheit Amöneburg) und Pater Erhard Olwert OFM (Seelsorgeeinheit Kirchhain)  eingesetzt. Unterstützt werden die Priester durch die ständigen Diakone Wilfried Jockel, Gerhard Jungmann und Dr. Paul Lang, sowie durch die Gemeindereferentin Frau Andrea Thomanek und die pastorale Mitarbeiterin Frau Julia Hackmann. Alle zusammen bilden die sogenannte Pastorale Dienstgemeinschaft. Die Seelsorgeeinheiten sind benannt nach den Orten, an denen die jeweiligen Pfarrer ihren Dienst- und Wohnsitz haben. Eine der Hauptaufgaben der drei Seelsorgeeinheiten wird sein, in den jeweiligen Seelsorgeeinheiten das gottesdienstliche Leben zu gestalten und zu koordinieren. D.h. dass wir zukünftig weniger in den Kategorien der einzelnen
Kirchengemeinden denken, sondern dass wir bei der Gottesdienstverteilung (v.a. an Hochfesten) mehr die Seelsorgeeinheit im Blick haben. Wie viele Gottesdienste gibt es sinnvollerweise in der jeweiligen Seelsorgeeinheit? Wie stellen wir uns als Kirche im Bereich der Kinder- und  Jugendarbeit auf? Wie können wir die Kranken und Hilfsbedürftigen, die sozial am Rande stehenden in den Blick nehmen? Wie wird die Seniorenarbeit in der Seelsorgeeinheit gestaltet? u.v.m.


Das hat allerdings zur Folge, dass nicht nur von den Priestern und pastoralen Mitarbeitern mehr Flexibilität und Mobilität verlangt wird, sondern auch von den Gläubigen. Dabei ist es eine wichtige
Aufgabe der jeweiligen Seelsorgeeinheit, darauf zu achten, dass Angebote wie Fahrdienste etc. eingerichtet werden, damit auch die älteren Menschen weiterhin am gottesdienstlichen Leben teilnehmen können. Zurzeit gibt es in 13 Kirchengemeinden immerhin 14 (!!) Sonntagsgottesdienste an jedem Wochenende. In allen Kirchen werden weiterhin die Sakramente der Taufe und der Ehe gespendet, Requien und Beerdigungen gefeiert etc. Einige Einschnitte wird es an den Hochfesten geben müssen, aber auf der Ebene einer Seelsorgeeinheit wird es auch hier genügend Gottesdienstangebote geben, wenn auch nicht immer in allen 13 Kirchengemeinden.  Eine weitere Aufgabe wird es sein, die Arbeit und die Struktur der Verwaltungsräte und Kindergärten in der jeweiligen Seelsorgeeinheit so umzugestalten und zu begleiten, dass die Verwaltung effizienter wird und „Synergieeffekte“ geschaffen werden, so dass die Pfarrer von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und ihr Hauptaugenmerk wieder auf die Seelsorge an und mit den ihnen anvertrauten Menschen richten können.


Auch wenn die Zuständigkeitsbereiche der Pfarrer ab dem 01. September 2015 zum Teil größer werden, möchten wir als Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter für Sie da und ansprechbar sein. Bitte lassen Sie uns an Ihrem Leben, Ihren Sorgen und Nöten, aber auch an Ihren Freuden teilhaben und geben Sie uns Bescheid, wenn Sie uns als Seelsorger benötigen. Warten Sie nicht  darauf, dass wir Sie „entdecken“. Das ist bei ca. 9200 zu betreuenden Gläubigen nur schwer leistbar. Dies gilt vor allem auch für Krankenbesuche etc. Eine kurze Mitteilung genügt (auch an das jeweilige Pfarrbüro), und wir als Seelsorgeteam werden uns Ihrer Sorgen annehmen. Es gilt für uns als Kirche neue Wege zu gehen, sowohl für die Gemeinden, als auch für uns als Seelsorger und pastorale Mitarbeiter. Wir sind optimistisch, dass das Zusammenführen zu den drei Seelsorgeeinheiten gelingen kann. Darüber hinaus soll natürlich auch die Zusammenarbeit auf Pastoralverbundsebene (d.h. also der drei Seelsorgeeinheiten) weiter geführt und intensiviert  werden. Bei all unserem Mühen und Gestalten der Pastoral in unserem Pastoralverbund sind wir natürlich in großem Maße auf den „guten Willen“ aller Gemeindemitglieder angewiesen. Bitte unterstützen Sie die neuen Wege, die wir als Kirche im Pastoralverbund Amöneburg jetzt beschreiten.


Es geht darum, den Glauben gemeinsam zu leben, die Liebe Gottes sichtbar und spürbar zu machen und die Menschen in unseren Gemeinden mit dem liebenden Gott in Verbindung, in eine
Beziehung zu bringen.


Das ist und kann nicht alleine die Aufgabe der jeweiligen Seelsorgeteams sein, das ist unser aller Auftrag als getaufte und gefirmte Christen. Dazu müssen wir uns allerdings zunächst unseres eigenen Glaubens wieder neu bewusst werden und für andere Menschen eine „Ausstrahlungskraft“ haben. Diese haben wir aber nicht, wenn jeder nur an sich denkt oder versucht, liebgewonnene
Gewohnheit mit aller Kraft zu „verteidigen“. Es gilt, dem größeren Ganzen zu dienen und die  Strahlkraft unseres Glaubens an den liebenden Gott zum Ausdruck zu bringen.


Dabei sind Sie alle gefragt. Wir brauchen Sie! Bitte helfen Sie uns, diese große Aufgabe, die vor uns liegt, gemeinsam zu bewältigen. Nur dann kann es gelingen. Nur dann wird unsere Kirche hier in Oberhessen Bestand haben können.


Bitte beten Sie für uns als Priester und das gesamte Seelsorgeteam, damit wir die Kraft und die nötige Weitsicht für die neuen Aufgaben haben.


Wir, das Seelsorgeteam, sind davon überzeugt und sehr optimistisch, dass die Neustrukturierung mit Gottes Hilfe und Ihrem guten Willen gelingen kann und auch neue Aufbrüche möglich sind. Vielen Dank für Ihre Gebete und Ihre Verbundenheit. Gott segne und beschütze Sie und unsere pastorale Arbeit in unserem Pastoralverbund St. Bonifatius, Amöneburg.


Für die pastorale Dienstgemeinschaft


Ihr
Pfarrer Marcus Vogler
Moderator und stellvertr. Dechant


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Folgendes Lied, das sich in unserem neuen Gotteslob unter der Nummer 829 findet, könnte für unseren Pastoralverbund zu einem treuen Wegbegleiter werden:


1. Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.


2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.


3. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.


Text: Klaus Peter Hertzsch 1989

 
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