Namensgebung

Im Rahmen der PGR-Wahl haben Sie auch Ihr Votum für den Namen der neuen Pfarrei abgeben können.

Die Steuerungsgruppe hat die Ergebnisse aller Gemeinden gesichtet und nach dem Prinzip der doppelten relativen Mehrheit (Mehrheit nach Stimmen und Gemeinden) wird die neue Pfarrei


„ St. Bonifatius Amöneburger Land “


heißen. Nähere Informationen im Aushang.

Auf dem Weg zur Pfarreigründung ...

Amöneburg, im April 2019


*Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg *


Liebe Gemeindemitglieder unseres Pastoralverbundes St. Bonifatius, Amöneburg,


ich möchte mit dem diesjährigen Osterpfarrbrief die Gelegenheit nutzen, Sie über eine wichtige Entscheidung im Hinblick auf die Zukunft der 13 Kirchengemeinden in unserem Pastoralverbund St. Bonifatius zu informieren.


Nach intensiven Beratungen und Gesprächen in den letzten eineinhalb Jahren haben alle 13 Verwaltungsräte und Pfarrgemeinderäte unseres Pastoral­verbundes St. Bonifatius (bestehend aus den Gemeinden: Amöneburg, Anzefahr, Bauerbach, Erfurtshausen, Ginseldorf, Himmelsberg, Kirchhain, Mardorf, Roßdorf, Rüdigheim, Schröck, Sindersfeld und Stausebach) zusammen mit den Hauptamtlichen einstimmig den Beschluss gefasst, mit allen Gemeinden eine neue Pfarrei zu gründen.

Dieser gemeinsame Weg soll jetzt miteinander begonnen und ausgestaltet werden und durch die Rechtsabteilung, die Finanzabteilung und das Seelsorgeamt des Generalvikariates in Fulda fachlich begleitet werden.


Warum das Ganze?


Unsere Gesellschaft steht in einem großen Wandel. Dieser macht auch vor unserer Kirche nicht halt. Die Zahl der Gemeindemitglieder sinkt ständig. Seit Jahren verzeichnen wir einen dramatischen Rückgang der Priesterberufungen. Auch die Zahl der Seelsorgerinnen und Seelsorger, die den Beruf der Gemeinde- oder Pastoralreferenten/-in ergreifen, geht zurück. Angesichts der Veränderungsprozesse in Gesellschaft und Kirche kann es nicht mehr darum gehen, den Mangel zu verwalten und den Status Quo irgendwie aufrecht zu erhalten.

An Pfingsten 2017 hat unser Bistum Fulda offiziell den „Bistumsprozess 2030“ begonnen, um sich als Kirche für die vor uns liegenden Veränderungen neu aufzustellen. Ziel ist es die Verwaltung zu verschlanken, das Personal zu bündeln, um Freiräume zu schaffen, die Menschen immer wieder mit Gott in Berührung zu bringen, sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten und mit den Sakramenten der Kirche zu stärken. Dabei kommt auch der „Neuevangelisierung“ eine besondere Bedeutung zu, d.h. nach neuen kreativen Möglichkeiten zu suchen, die wunderbare Botschaft der Liebe Gottes zu allen Menschen zu bringen, vor allem auch zu denen, die (noch) nicht zu unserer Gemeinschaft gehören.


Jeder Mensch sehnt sich nach Heimat. Dies gilt auch für das religiöse Leben. In der Regel ist der Mensch kirchlich an dem Ort „verwurzelt“, an dem er mit der Kirche groß geworden ist. Durch Umzug besteht aber vielleicht auch der Wunsch, in seinem jetzigen Wohnort einer Gemeinschaft zugehörig zu sein und Fuß zu fassen. Somit kommt dem Kirchort, d.h. dem Ort, in dem die Kirche steht, eine besondere Bedeutung zu. Das kirchliche Leben vor Ort wird also immer entscheidender. Denn hier leben die Menschen und möchten miteinander Gemeinschaft erleben: untereinander und mit Gott. Jede Kirchengemeinde wird zukünftig ein sog. Kirchort in der neuen Pfarrei sein. Der Kirchort und das kirchliche Leben haben Zukunft, wenn sich Menschen finden, die nach ihren zeitlichen Möglichkeiten das Gemeindeleben vor Ort gestalten. Dazu möchten wir herzlich einladen und motivieren.


Von Gott her gesehen, erwartet uns mehr, als wir kennen. Kirche kann sich entwickeln und Sie können diese Entwicklung mitgestalten. Die Gründung einer neuen Pfarrei aus den bestehenden 13 Kirchengemeinden des Pastoralverbundes St. Bonifatius Amöneburg (mit einem Verwaltungsrat und einem Pfarrgemeinderat) soll den Raum eröffnen, weg von der Mangelverwaltung hin zur Gestaltung der Zukunft zu kommen und sich „im Licht des Herrn“ (Jesaja, 25) auf den Weg zu machen.


Bitte überlegen Sie, wie Sie sich mit Ihren Talenten und Fähigkeiten in den Prozess der Neugründung mit einbringen können. Sobald die konkreten Themenfelder und Aufgabenbeschreibungen benannt sind, werden wir Sie veröffentlichen und herzlich zur Mitarbeit einladen.


Vieles wird zu bedenken und zu diskutieren sein. Vor uns liegt eine große und nicht einfache Aufgabe, die manchem auch emotional schwer fällt und einiges zumutet. Aber wir sind davon überzeugt, dass es uns – bei allem notwendigen Ringen – gemeinsam gelingen wird.


Die wichtigste Voraussetzung aber ist eine andere: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, müht sich der Baumeister vergebens“, betet der Psalmist. Ohne die geistliche Dimension und Rückbindung an Gott kann der Prozess der Pfarreigründung nicht gelingen. Gerade die schweren Dinge muss man auch sozusagen „durchbeten“. So bekommt Gottes Stimme Gehör. Denn letztendlich geht es um IHN – zum Heil der Menschen.

In diesen Tagen feiern wir das Fest des Lebens – Ostern. Durch die Auferstehung Jesu Christi ist uns neues Leben verheißen. Jesus verspricht uns: „Ich bin bei euch alle Tage, bis zum Ende der Welt!“ (Mt 28,20). Dieser Zusage dürfen wir vertrauen, gerade auch bei dem Weg, der in den nächsten 2-3 Jahren vor uns liegt.

So wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Osterfest. Möge Ihnen die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus Kraft und Zuversicht für Ihr Leben schenken und uns allen die Freude, die Ausdauer und die nötige Portion Gottvertrauen auf dem Weg zu einer neuen Pfarrei.


Im Namen aller 13 Verwaltungsräte und Pfarrgemeinderäte unseres Pastoralverbundes St. Bonifatius, Amöneburg und im Namen von Pater Josua Wojciak OFM, Pfarrer Schött und dem gesamten Seelsorgeteam


Pfarrer Marcus Vogler
Moderator des Pastoralverbundes St. Bonifatius

Brief von Pfarrer Marcus Vogler zur Neuordnung des Pastoralverbundes


Pastoralverbund St. Bonifatius, Amöneburg
Moderator Pfarrer Marcus Vogler
Am Johannes 1
35287 Amöneburg
Tel.: 06422/2103
Fax: 06422/938194
eMail: amoeneburg@pv.bistum-fulda.de
Homepage: http://www.pastoralverbund-amoeneburg.de




Amöneburg, im Oktober 2014



Liebe Schwestern und Brüder im Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg,


als Moderator des Pastoralverbundes möchte ich Sie mit diesem Schreiben über die pastorale Neuordnung unseres Pastoralverbundes St. Bonifatius, Amöneburg informieren. Wie Sie wissen gehören zu unserem Pastoralverbund 13 Kirchengemeinden, die sich zurzeit in 8 Pfarreien aufgliedern (Amöneburg, Rüdigheim, Mardorf, Roßdorf, Erfurtshausen, Kirchhain, Stausebach, Himmelsberg, Anzefahr und Sindersfeld, Bauerbach, Ginseldorf und Schröck). Mit dem Weggang  von Pfarrer Günther Wondrak (Mardorf, Roßdorf und Erfurtshausen) nach Eichenzell, wo er zukünftig als mitarbeitender Priester eingesetzt ist, hat sich unser Pastoralverbund nicht nur personell, sondern auch strukturell verändert: Die 13 Kirchengemeinden teilen sich ab dem 01.09.2014 in drei Seelsorgeeinheiten wie folgt auf:


Amöneburg
Amöneburg
Rüdigheim
Mardorf
Roßdorf
Erfurtshausen


Pfarrer Vogler
Pater Lucjan
Hozer, OFM


Kirchhain

Kirchhain
Stausebach
Himmelsberg
Anzefahr
Sindersfeld


Pater Jozue Wojciak, OFM
Pater Erhard Olwert, OFM


Bauerbach

Bauerbach
Ginseldorf
Schröck


Pfarrer Schött


Amöneburg Kirchhain Bauerbach
Diakon Wilfried Jockel,
Diakon Gerhard Jungmann,
Diakon Dr. Paul Lang,
Gemeindereferentin Frau Andrea Thomanek,
Frau Julia Hackmann, pastorale Mitarbeiterin im Bereich Kinder und Jugend.


Die Leiter der 3 Seelsorgeeinheiten sind die 3 Pfarrer aus dem Pastoralverbund: Pfarrer Vogler (Seelsorgeeinheit Amöneburg), Pater Jozua Wojcjak OFM (Seelsorgeeinheit Kirchhain) und Pfarrer
Schött (Seelsorgeeinheit Bauerbach). Als mitarbeitende Priester sind Pater Lucjan Hozer OFM  (Seelsorgeeinheit Amöneburg) und Pater Erhard Olwert OFM (Seelsorgeeinheit Kirchhain)  eingesetzt. Unterstützt werden die Priester durch die ständigen Diakone Wilfried Jockel, Gerhard Jungmann und Dr. Paul Lang, sowie durch die Gemeindereferentin Frau Andrea Thomanek und die pastorale Mitarbeiterin Frau Julia Hackmann. Alle zusammen bilden die sogenannte Pastorale Dienstgemeinschaft. Die Seelsorgeeinheiten sind benannt nach den Orten, an denen die jeweiligen Pfarrer ihren Dienst- und Wohnsitz haben. Eine der Hauptaufgaben der drei Seelsorgeeinheiten wird sein, in den jeweiligen Seelsorgeeinheiten das gottesdienstliche Leben zu gestalten und zu koordinieren. D.h. dass wir zukünftig weniger in den Kategorien der einzelnen
Kirchengemeinden denken, sondern dass wir bei der Gottesdienstverteilung (v.a. an Hochfesten) mehr die Seelsorgeeinheit im Blick haben. Wie viele Gottesdienste gibt es sinnvollerweise in der jeweiligen Seelsorgeeinheit? Wie stellen wir uns als Kirche im Bereich der Kinder- und  Jugendarbeit auf? Wie können wir die Kranken und Hilfsbedürftigen, die sozial am Rande stehenden in den Blick nehmen? Wie wird die Seniorenarbeit in der Seelsorgeeinheit gestaltet? u.v.m.


Das hat allerdings zur Folge, dass nicht nur von den Priestern und pastoralen Mitarbeitern mehr Flexibilität und Mobilität verlangt wird, sondern auch von den Gläubigen. Dabei ist es eine wichtige
Aufgabe der jeweiligen Seelsorgeeinheit, darauf zu achten, dass Angebote wie Fahrdienste etc. eingerichtet werden, damit auch die älteren Menschen weiterhin am gottesdienstlichen Leben teilnehmen können. Zurzeit gibt es in 13 Kirchengemeinden immerhin 14 (!!) Sonntagsgottesdienste an jedem Wochenende. In allen Kirchen werden weiterhin die Sakramente der Taufe und der Ehe gespendet, Requien und Beerdigungen gefeiert etc. Einige Einschnitte wird es an den Hochfesten geben müssen, aber auf der Ebene einer Seelsorgeeinheit wird es auch hier genügend Gottesdienstangebote geben, wenn auch nicht immer in allen 13 Kirchengemeinden.  Eine weitere Aufgabe wird es sein, die Arbeit und die Struktur der Verwaltungsräte und Kindergärten in der jeweiligen Seelsorgeeinheit so umzugestalten und zu begleiten, dass die Verwaltung effizienter wird und „Synergieeffekte“ geschaffen werden, so dass die Pfarrer von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und ihr Hauptaugenmerk wieder auf die Seelsorge an und mit den ihnen anvertrauten Menschen richten können.


Auch wenn die Zuständigkeitsbereiche der Pfarrer ab dem 01. September 2015 zum Teil größer werden, möchten wir als Priester, Diakone und pastorale Mitarbeiter für Sie da und ansprechbar sein. Bitte lassen Sie uns an Ihrem Leben, Ihren Sorgen und Nöten, aber auch an Ihren Freuden teilhaben und geben Sie uns Bescheid, wenn Sie uns als Seelsorger benötigen. Warten Sie nicht  darauf, dass wir Sie „entdecken“. Das ist bei ca. 9200 zu betreuenden Gläubigen nur schwer leistbar. Dies gilt vor allem auch für Krankenbesuche etc. Eine kurze Mitteilung genügt (auch an das jeweilige Pfarrbüro), und wir als Seelsorgeteam werden uns Ihrer Sorgen annehmen. Es gilt für uns als Kirche neue Wege zu gehen, sowohl für die Gemeinden, als auch für uns als Seelsorger und pastorale Mitarbeiter. Wir sind optimistisch, dass das Zusammenführen zu den drei Seelsorgeeinheiten gelingen kann. Darüber hinaus soll natürlich auch die Zusammenarbeit auf Pastoralverbundsebene (d.h. also der drei Seelsorgeeinheiten) weiter geführt und intensiviert  werden. Bei all unserem Mühen und Gestalten der Pastoral in unserem Pastoralverbund sind wir natürlich in großem Maße auf den „guten Willen“ aller Gemeindemitglieder angewiesen. Bitte unterstützen Sie die neuen Wege, die wir als Kirche im Pastoralverbund Amöneburg jetzt beschreiten.


Es geht darum, den Glauben gemeinsam zu leben, die Liebe Gottes sichtbar und spürbar zu machen und die Menschen in unseren Gemeinden mit dem liebenden Gott in Verbindung, in eine
Beziehung zu bringen.


Das ist und kann nicht alleine die Aufgabe der jeweiligen Seelsorgeteams sein, das ist unser aller Auftrag als getaufte und gefirmte Christen. Dazu müssen wir uns allerdings zunächst unseres eigenen Glaubens wieder neu bewusst werden und für andere Menschen eine „Ausstrahlungskraft“ haben. Diese haben wir aber nicht, wenn jeder nur an sich denkt oder versucht, liebgewonnene
Gewohnheit mit aller Kraft zu „verteidigen“. Es gilt, dem größeren Ganzen zu dienen und die  Strahlkraft unseres Glaubens an den liebenden Gott zum Ausdruck zu bringen.


Dabei sind Sie alle gefragt. Wir brauchen Sie! Bitte helfen Sie uns, diese große Aufgabe, die vor uns liegt, gemeinsam zu bewältigen. Nur dann kann es gelingen. Nur dann wird unsere Kirche hier in Oberhessen Bestand haben können.


Bitte beten Sie für uns als Priester und das gesamte Seelsorgeteam, damit wir die Kraft und die nötige Weitsicht für die neuen Aufgaben haben.


Wir, das Seelsorgeteam, sind davon überzeugt und sehr optimistisch, dass die Neustrukturierung mit Gottes Hilfe und Ihrem guten Willen gelingen kann und auch neue Aufbrüche möglich sind. Vielen Dank für Ihre Gebete und Ihre Verbundenheit. Gott segne und beschütze Sie und unsere pastorale Arbeit in unserem Pastoralverbund St. Bonifatius, Amöneburg.


Für die pastorale Dienstgemeinschaft


Ihr
Pfarrer Marcus Vogler
Moderator und stellvertr. Dechant


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Folgendes Lied, das sich in unserem neuen Gotteslob unter der Nummer 829 findet, könnte für unseren Pastoralverbund zu einem treuen Wegbegleiter werden:


1. Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.


2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.


3. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.


Text: Klaus Peter Hertzsch 1989

 
St. Johannes der Täufer, Amöneburg

Pastoralverbund St. Bonifatius Amöneburg

 
St. Michael und St. Elisabeth, Schröck

Pfarrgemeinde Schröck-Moischt

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